
Kundenprofil
Unternehmen: Oerlikon Textile
Branche: Textilindustrie
Firmensitz: Remscheid, Deutschland
Webpage: www.oerlikontextile.com
Der Oerlikon-Konzern zählt weltweit zu den innovativsten und forschungsintensivsten Industrie-Konzernen. Das Unternehmen ist als Maschinen- und Anlagenbauer in sechs Geschäftseinheiten aktiv und beschäftigt über 16.000 Mitarbeiter in 37 Ländern. Ein wichtiger Geschäftszweig ist die Textilindustrie, in der Oerlikon mit verschiedenen Business Units der Organisationseinheit Oerlikon Textile tätig ist. Oerlikon Textile bietet umfassende Gesamtlösungen im Bereich des Textilmaschinen- und Anlagenbaus für die gesamte textile Wertschöpfungskette.
Mit einem hohen Forschungsbudget wird hier ständig an Innovation auf allen Ebenen gearbeitet, mit denen sich neue Anwendungen und Märkte erschließen lassen. Innovation nimmt aber nicht nur im Bereich der Produkte und Services einen extrem hohen Stellenwert ein, sondern auch in der Organisation des Geschäftsbetriebs. Hier kommt der IT-Infrastruktur eine Schlüsselrolle zu.
Die Herausforderung
Bei Oerlikon Textile hat sich die IT-Infrastruktur in den letzten Jahren in einem kontinuierlichen Prozess grundlegend gewandelt. Wo bis Ende der 90er Jahre noch bewährte Mainframe-Technologie eingesetzt wurde, verrichten seit der Jahrtausendwende modernste Client-/ Server-Systeme ihre Arbeit. Wo früher riesige Rechenzentren standen, kommt man dank flächendeckend eingesetzter Virtualisierungstechnologie heute mit wenigen hundert Quadratmetern aus.
„Der Grund für den konstanten Veränderungsprozess ist ganz einfach zu erklären“, so Wolfgang Sauer, als IT-Manager für den Bereich Datacenter bei Oerlikon Textile verantwortlich. „Als reines Cost-Center legt der IT-Bereich die Kosten für seine Services auf die Abnehmer im Konzern um. Die weltweiten Abnehmer verlangen dabei aus nachvollziehbaren Gründen ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis und das heißt in der IT konkret: immer mehr Leistungen für immer weniger Geld. Um dem gerecht zu werden, müssen wir ständig proaktiv neueste Technologien evaluieren und installieren.“
Dabei geriet auch die eingesetzte Scheduling-Lösung ins Visier der IT-Mannschaft. Nach der Mainframeära setzte man hier auf Technologie von Computer Associates (CA) und konnte damit auch die bestehenden Bedürfnisse zufriedenstellend abdecken. „Allerdings waren uns die laufenden Kosten dafür einfach zu hoch und die anstehende nächste Preiserhöhung brachte dann das Fass zum Überlaufen und uns zum Nachdenken über eine Alternative“, erinnert sich Wolfgang Sauer.
Anfang 2009 begann die Evaluation von geeigneten Lösungen für die heterogenen Einsatzbereiche von Oerlikon Textile. Ausgeschrieben wurde eine Lösung, die eine komplexe, sich ständig ändernde IT-Umgebung mit umfangreichen verzahnten Anwendungen in den Griff bekommt und gleichzeitig den Betrieb durch mehr Möglichkeiten der Automatisierung rationalisiert. Oerlikon Textile verfügt über Rechenzentren in Deutschland, Indien und China, die alle nahezu identisch aufgebaut sind. Die Hauptsteuerung erfolgt aus dem Datacenter Mönchengladbach, in dem auch nahezu alle Anwendungen laufen. Dem angegliedert ist ein Ausfallrechenzentrum im nahen Remscheid.
Die UC4-Lösung
Mit der neuen Scheduling-Lösung sollten zukünftig alle Anwendungen mit den dazu gehörigen Prozessen zentral gesteuert werden. Im Mittelpunkt des Datacenters steht eine VMware-Serverfarm mit 16 Intel-basierten IBM-Servern vom Typ x3755. Auf diesen Maschinen wiederum laufen rund 300 virtuelle Server mit den zentralen Anwendungen, die von der 13 Mann starken IT-Infrastrukturabteilung verwaltet und gesteuert werden. Auf Anwendungsseite dominiert SAP als einheitliche Geschäftsprozessplattform – 45 SAP-Lizenzen werden in Mönchengladbach gehostet – auf die weltweit mehr als 2.400 Anwender zugreifen. Hinzu kommen über 80 weitere Anwendungen, dazu zählen Standardlösungen für E-Mail, Backup & Restore ebenso wie Eigenentwicklungen, etwa das Web basierte „Secos“.
Neben dem reinen Scheduling sollte die neue Lösung auch eine einfache Kontrolle und Überwachung der Jobs und eine grafische Umsetzung und Optimierung von Workflows ermöglichen. Wichtig war auch, dass die bislang eingesetzten Lösungen von CA binnen weniger Tage und zu einem fest vereinbarten Stichtag abgelöst werden konnten. SAP selbst bietet Bordlösungen zum Scheduling, die aber letztlich nicht in Frage kamen, weil damit eine Steuerung der Nicht-SAP-Anwendungen nicht möglich gewesen wäre.
Nachdem viele andere Lösungen ebenso schnell durch das Raster gefallen waren, empfahl sich letztlich nur UC4 für einen intensiven zweiten Blick. Als die Mitarbeiter des IT-Teams in einem Workshop die UC4-Plattform selbst auf Herz und Nieren prüfen konnten, gab es statt Skepsis schnell eine Art Begeisterung. Der Funktionsumfang und die komfortable Benutzerführung führten dazu, dass bereits im Workshop an neuen Abläufen gearbeitet wurde.
„Nach dem Workshop fiel uns die Entscheidung pro UC4 sehr leicht“, erinnert sich Dr. Lars Olböter, CIO von Oerlikon Textile. “Uns hat vor allem die professionelle Herangehensweise an das Projekt beeindruckt. UC4 hat nicht einfach behauptet, alles zu können, sondern zuerst die Aufgabenstellung vor Ort eingehend analysiert und dann eine fundierte Einschätzung abgegeben.“ Die Umsetzung aller Jobs erfolgte durch einen Mitarbeiter von UC4. Binnen einer Woche konnten alle Jobs angepasst werden, die Migration von der alten auf die neue Lösung erfolgte termingerecht und völlig reibungslos.
Vorteile für Oerlikon Textile
Heute setzt man bei Oerlikon Textile mehr als 120 UC4-Lizenzen ein und steuert damit täglich weit über 1.000 Jobs und Jobketten. Im Fokus stehen dabei natürlich die SAP-Systeme. Neben dem klassischen Scheduling mit all seinen Features werden auch Themen wie die Datensicherung und –wiederherstellung mit UC4 gesteuert. Zu den „Profiteuren“ der Umstellung zählt auch die Eigenentwicklung Secos, eine Web-Plattform, über die weltweit Ersatzteile bestellt werden, sowohl von den eigenen Mitarbeitern als auch von Kunden und Partnern. Secos produziert große Datenmengen, die an SAP überspielt werden müssen. Heute geschieht dieser Filetransfer ebenso automatisch durch UC4 wie die anschließende Bearbeitung der daraus resultierenden Aufträge in SAP. Der Prozess ist komplett in UC4 abgebildet.
Der Umstieg von der CA-Lösung auf UC4 hat sich für Oerlikon Textile auf allen Ebenen gelohnt. „Neben einer einfacheren Steuerung, höherer Benutzfreundlichkeit, umfangreicherer Funktionalität konnten wir vor allem unser Hauptziel Kostensenkung erreichen. Jedes Jahr sparen wir dank UC4 mehr als 50 Prozent der bisherigen Kosten ein“, so das Fazit von Wolfgang Sauer. „Damit wird sich die Lösung bereits nach zwei Jahren bezahlt gemacht haben.“
Nach den positiven Erfahrungen mit UC4 sind bereits weitere Projekte angedacht, die mit der Plattform in Angriff genommen werden sollen. So sollen demnächst beispielsweise alle Batch-Prozesse, die derzeit noch auf verschiedenen Servern liegen, in UC4 zusammengezogen und vereinheitlicht werden. Parallel wird über die Anbindung von UC4 an das verwendete Application-Monitoring-System von Realtech nachgedacht. Alle Nachrichten von UC4 sollen in dieses System einfließen, dort weiter verarbeitet werden und bedarfsweise Aktionen starten. Erste Probeläufe haben bereits gezeigt, dass beide Lösungen perfekt miteinander harmonieren.
Die Erfahrungen im Projekt sind so gut, dass mittlerweile auch andere Oerlikon Business Units Interesse an UC4 geäußert haben. Aufmerksam wurden sie durch die regelmäßig stattfindenden Treffen der IT-Leiter, in denen Wolfgang Sauer die UC4-Lösung und insbesondere die erzielten Einsparungen vorgestellt hat. Das Potential für beide Seiten ist also noch lange nicht ausgeschöpft.
Im Überblick
Die Herausforderung
- Schnelle Ablösung von CA-Technologie
- Visualisierung aller Steuerungsprozesse
UC4 Solution
- Scheduling für SAP
- Unternehmensweite Steuerung von Backup&Restore
- Migration aller Jobs von CA zu UC4
- Anbindung an Realtech Monitoring
Vorteile für Oerlikon Textile
- Transparente Steuerung der weltweiten SAP-Installationen
- Hohe jährliche Kosteneinsparungen
- Durchgehende Sicht auf globale Geschäftsprozesse
- Amortisation binnen zwei Jahren
„UC4 ermöglicht uns eine effiziente Steuerung aller Anwendungen – sowohl der weltweiten SAP-Installationen als auch unserer eigenen Applikationen. Neben dem hohen Komfort begeistert die Kosten-Nutzen-Relation der Lösung, denn wir sparen mehr als 50 Prozent der bisherigen Ausgaben."
Wolfgang Sauer, IT Manager
Oerlikon Textile, Deutschland
